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Grundlagen der CNC-Schweizer Drehbearbeitung: Kernprinzipien, Prozessgrenzen und Konstruktionsvorgaben

Dieser Fachbeitrag befasst sich mit der CNC-Schweizer Drehbearbeitung, einem Präzisionsfertigungsverfahren, bei dem durch die Synchronisation eines verschiebbaren Spindelstocks mit einer feststehenden Führungsbuchse eine Durchbiegung des Werkstücks verhindert wird. Indem das Schneidwerkzeug nur wenige Millimeter vom starren Stützpunkt entfernt gehalten wird, umgeht diese Bauweise die strukturellen Biegemomente herkömmlicher Drehmaschinen und ermöglicht so die Fertigung mit Mikrotoleranzen (±5 μm) und hohen Längen-Durchmesser-Verhältnissen (>10:1) – und das direkt in Verbindung mit mehrachsigen angetriebenen Werkzeugen und der Bearbeitung an der Subspindel.

Allerdings bringt das Verfahren bestimmte physikalische Einschränkungen mit sich, darunter eine strenge Durchmesserbegrenzung (in der Regel ≤ 38 mm), die Notwendigkeit von hochwertigem, zentrierlos geschliffenem Stangenmaterial sowie unvermeidbarer Materialabfall durch nicht bearbeitbare Stangenreste. Um die wirtschaftliche und fertigungstechnische Machbarkeit zu maximieren, ist eine strenge Optimierung im Hinblick auf die Fertigungsfreundlichkeit (Design for Manufacturability, DFM) erforderlich – beispielsweise durch die Umstellung auf den “Chucker-Modus” bei kurzen Teilen oder die Bereitstellung klar definierter Greifflächen für die Subspindel –, was dieses Verfahren zum idealen Automatisierungsweg für die Massenfertigung komplexer Bauteile in den Bereichen Medizin, Elektronik und Luft- und Raumfahrt macht.